Konzept der Kindertagesstätte
- Hainchen -

KIGA HainchenUnsere Kindertagesstätte ist eine öffentliche Einrichtung der Stadt Schkölen. Sie liegt im Ortsteil Hainchen und ist ein fester Bestandteil des Lebens in unserer Ortschaft. Umgeben ist unsere Einrichtung von der schönen Thüringer Landschaft mit ihren reizvollen Wäldern, Wiesen und Feldern. In unserem Ort gibt es aber auch einen Industriebetrieb, kleinere Handwerksbetriebe und ein neu erschlossenes Wohngebiet.

Unsere Kindertagesstätte wurde im Jahre 1975 gegründet. Wir betreuen ca. 35 Kinder in zwei altersgemischten Gruppen im Alter von 1 bis 7 Jahren.

Unser Kindergarten wurde 2014/2015 komplett umgebaut. Damit stehen jetzt im Erdgeschoss und im Obergeschoss 3 Gruppenräume, ein Schlafraum, ein Speiseraum, eine Garderobe, die Küche sowie ein großzügiger Flurbereich zur Verfügung. Die Sanitäranlagen in beiden Etagen sind kindgerecht gestaltet.

Im Außenbereich wurde der Hof als Eingangsbereich neu gestaltet. Für die kleine Gruppe existiert ein Außen-Spielbereich. Der große Spielgarten unweit des Kindergartens bietet vielfältige Spielmöglichkeiten. Unser Kindergarten liegt in einem verkehrsberuhigten Gebiet, an einer Nebenstraße, die in den Nachbarort führt. Zum "Außenbereich" zählen wir aber auch den nahegelegenen Wald, Wander- und Erkundungspfade, ein neu angelegtes Biotop und unseren Ort selbst.

 

Dieser "Außenbereich" prägt das Bild unserer ländlichen Einrichtung im Besonderen. Natur und Landschaft geben uns einzigartige Möglichkeiten auf Erlebnis- und Entdeckungsreise zu gehen.

 

Unser Kindertagesstätte ist täglich von 6.00 bis 17.00 Uhr geöffnet und steht allen Kindern offen.

 

2. Aufgaben der Erziehung

Unsere kindertagesstätte ist ein Ort des fröhlichen Kinderlebens. Die Kinder verbringen einen großen Teil ihrer Zeit hier mit ihren Freunden. Viele verlassen das erste mal das "Nest ihrer Familie" und müssen sich in eine neuen Gruppe integrieren, ihren Platz finden und anfangs werden fremde Menschen zu ihren neuen Bezugspersonen.

 

Das Wichtigste ist für uns, daß sich jedes Kind hier wohlfühlt und spürt, daß Erzieherinnen und Eltern ihnen helfen eine glückliche und interessante Kindheit zu erleben.

 

Wir halten die Kita-Erziehung für eine wichtige Ergänzung der familiären Erziehung. Da viele Belastungen in den Familien zum Tragen kommen und äußere Faktoren erheblich in das Familienleben eingreifen, erscheint uns die Kita-Erziehung wichtiger denn je.

 

Der enge Kontakt mit den Eltern gibt uns die Möglichkeit, die einzelnen familiären Umfelder sehr genau zu kennen und unsere Kinder noch besser einzuschätzen und möglichst schnell auf bestimmte Verhaltensweisen oder -veränderungen zu reagieren. Der Kindergarten eröffnet dem Kind die Möglichkeit, außerhalb der Familie neue Erfahrungen zu sammeln. Das führt zur größeren Selbständigkeit des Kindes.

 

Die ersten sechs Lebensjahre sind von größter Bedeutung für die Entwicklung des Kindes. Für die physische und psychische Entwicklung werden entscheidende Phasen durchlebt, die für das spätere Leben entscheidend sind. Wir wollen unsere Kinder zu der Erkenntnis führen, das ein Zusammenleben in einer Gruppe nur möglich ist, wenn man bestimmte Normen und Regeln akzeptiert und einhält.

 

- 2 -

 

Die Haupttätigkeit unsere Kinder ist das Spiel. All die differenzierten Möglichkeiten setzen wir ein um ihnen Kenntnisse zu vermitteln, sie zu Erkenntnissen zu führen und ihnen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erlernen, die dem Entwicklungsstqand ihres Alters entsprechen und ihnen den Start ins Schulleben erleichtern.

 

3. Ziele in der pädagogischen Arbeit

Motto:

"Ich mag dich so, wie du bist
Ich vertraue auf deine Fähigkeiten.
Wenn du mich brauchst bin ich da.
Versuche es zunächst einmal selbst."

 

Eine wichtige Zielsetzung unsere pädagogischen Arbeit ist, den Kindern Selbstbewußtsein zu vermitteln.

 

Schritte auf deisem Weg beinhalten natürlich zunächst ein Selbsterkennen und Selbstvertrauen. Diese Ziele fördern wir durch vielfältige Angebote in den Bereichen: kreative Gestaltung, Muttersprache/Literatur, Natur und Umwelt, Musik und Sport. Aber auch in alltäglichen Ablauf haben die Kinder vielfältige Möglichkeiten, kleineAufgaben selbständig zu übernehmen und darin Selbstbestätigung zu erfahren, wie z.B. bei der Vorbereitung zu den Mahlzeiten oder der Gestaltung der Raumdekoration. die Wirkung ihres Handelns und auch ihrer Grenzen erkennen die Kinder im gemeinsamen Zusammenleben. Sie lernen Toleranz und ein gegenseitiges Akzeptieren im Umgang miteinander. Wir Erzieherinnen helfen zu erkennen, daß jedes Kind besondere Fähigkeiten und Fertigkeiten in verschiedenen Bereichen hat.

 

Die Bestätigung und das Lob sind wichtige erzieherische Momente in unserer Arbeit und fördern den Mut und das Selbstvertrauen der Kinder. Aber auch Kritik verbunden mit Hinweisen kann ein Ansporn sein, wenn sie gut überlegt und sensibel eingesetzt wird.

 

 

Die zentralen Ziele der kindlichen Entwicklung

 

Kreativität

 

Die Kinder sollen neugierig sein und bleiben.

Die Kinder sollen ihre Umgebung mit allen dingen und Menschen umfassend wahrnehmen.

Dazu müssen die Kinder unterschiedliche Formen kennenlernen, sich auszudrücken und mitzuteilen. (Musik, Malen, Bewegung, Gestalten, Darstellen).

Dinge, Gegenstände, Produkte können bestimmte Funktionen haben;

Dinge können und müssen besonderes von Kindern umfuktioniert werden.

 

Verantwortung

 

Die Kinder sollen selbstbewußt ihren Kindergartenalltag gestalten (Speisepläne, Raumgestaltung, Aktivität).

Die Kinder sollen bei der Beurteilung ihrer eigenen Fähigkeiten und Produkte sich selbst zum Maßstab machen und die Beurteilung anderer miteinbeziehen. So lernen sie, ihre Fähigkeiten angemessen einzuschätzen.

 

- 3 -

 

Die Kinder sollen ihre eigenen Bedürfnisse erkennen und so weit wie möglich berücksichtigen und befriedigen. Dazu gehört auch die Erkenntnis und Erfahrung, daß der eigenen Bedürfnisbefriedigung Interessen anderer entgegenstehen können. Dazu gehört auch, daß die Kinder ihren Körper bewußt erleben und mit ihren individuellen Möglichkeiten und Grenzen experimentieren.

 

Selbständigkeit

 

Die Kinder sollen sich durch Erfahrung Wissen aneignen können. Sie müssen lernen, nach Abwägen ihrer und anderer Interessen, Entscheidungen zu treffen.

 

Die Kinder sollen in möglichst vielen Lebensbereichen eigenständig zurechtkommen. Sie sollen Fähigkeiten entwickeln, die sie unabhängiger von anderen Menschen machen. Dazu gehört auch, daß sie entscheiden, wann und von wem sie sich Hilfe holen, weil ihre Fähigkeiten noch nicht ausreichen.

 

Wissen erwerben

 

Kinder müssen neugierig sein und es auch bleiben.

 

Diese Neugierde ist die entscheidende Triebfeder, sich Neuer anzueignen, seien es Fähigkeiten, Wissen oder Fertigkeiten.

 

Wissen ist der Schlüssel zur Selbständigkeit, aber auch zur notwendigen Unabhängigkeit von anderen Menschen.

 

Sozialverhalten

 

Die Kinder sollen lernen, die Interessen von anderen zu akzeptieren. Die Kinder müssen die Bedeutung und die Notwendigkeit von Freundschaften und Beziehungen für die Gestaltung ihres Lebens erfahren und Gestaltungsmöglichkeiten kennenlernen und ausprobieren. Dazu gehören gleichberechtigte Beziehungen zwischen Mädchen und Jungen als Grundlage von Gemeinsamkeit und Auseinandersetzung genauso wie das Erlebnis mit anderen (Kindern und Erwachsenen) Spaß zu haben.

 

Die Kinder sollen lernen, daß sie für ein selbstbestimmtes Leben auch die Unterstützung anderer Menschen brauchen.

 

Das Zusammenleben von Menschen erfordert Regeln, die entwickelt, akzeptiert und eingehalten werden müssen, die aber auch jederzeit veränderbar bleiben.

 

Kritikfähigkeit

 

Die Kinder sollen eigene Standpunkte entwickeln und vertreten lernen. Dazu gehört auch, "nein sagen" zu können.

 

Die Kinder sollen lernen, mit Konflikten umzugehen, sie als Bestandteil von Beziehungen zu erfahren und angemessene Lösungsstrategien zu entwickeln. Die Kinder sollen die Notwendigkeit von gegenseitiger Kritik und Anerkennung erfahren.

 

- 4 -

 

4. Die pädagogische Planung

 

Das Spielen ist die grundlegende Leben- und Lernform der Kinder. Deshalb sollen die Kinder in erster Linie spielen. Dabei steht das "Frei-Spiel" im Vordergrund. Hierbei machen die Kinder selbständig in unterschiedlichsten Situationen Erfahrungen.

 

Wir als Erzieher machen unseren Kindern tägliche Angebote, bei denen sich alle gemeinsam beschäftigen können. Keiner wird zu Teilnahme gezwungen. Je interessanter unsere Angebote sind, desto größer ist die Begeisterung der Kinder für die Sache. Sie lernen sich zu konzentrieren, um eine Sache zu kämpfen, nach Lösungen zu suchen und Entscheidungen zu treffen. Das Thema "Natur und Umwelt" ist der Schwerpunkt unserer inhaltlichen Arbeit. Wir orientieren uns am Jahreskreis.

 

In unserem ersten gemeinsamen Elternabend im September sprechen wir über die Höhepunkte des Jahres, die wir gemeinsam mit den Eltern planen und teilweise durchführen.

 

Bei größeren Vorhaben/Projektwochen versuchen wir auch Menschen aus unserem Ort, Großeltern oder Geschwister mit einzubeziehen. Deshalb ist eine langfristige Planung notwendig. Für unsere "tägliche" Arbeit erfolgt die Planung wöchentlich. Im Mittelpunkt stehen Inhalt und Methoden der täglichen Angebote, erzieherische Schwerpunkte bei einzelnen Kindern und organisatorische Probleme.

 

Wöchentlich werden auch Aufgaben unter den Kindern verteilt, die sie im Laufe einer Woche erledigen und damit Verantwortung für ihre Gruppe übernehmen.

 

Unser Angebote richten sich sehr nach den Interessen und Anregungen der Kinder. Oftmals erfordern Situationen ein schnelles Reagieren des Erziehers und geben Möglichkeiten, die man nie hätte planen können.

 

6.Stellenwert der Gesundheit in unserer Einrichtung

 

Wir bemühen uns, die Eltern und Kinder für eine gesunde Ernährungsweise zu sensibilisieren. Das geschieht in Elterngesprächen, Elternabenden und in der täglichen Arbeit mit unseren Kindern. Neben der allgemeinen Tageshygiene legen wir großen Wert auf das Zähneputzen nach dem Mittagessen. Hierbei erlernen die Kinder neben der richtigen Technik auch den sauberen Umgang mit der Zahnbürste, -becher und -creme. Oft erhalten wir Obst und Gemüse als Geschenk von Eltern oder Dorfbewohnern und reichen unseren Kindern kleine Zwischenmahlzeiten.

 

Sehr wichtig ist uns der regelmäßige Aufenthalt an der frischen Luft. Durch wetterfeste Kleidung ist es uns möglich bei fast jedem Wetter einen Aufenthalt im Freien zu ermöglichen.

 

Wir führen regelmäßig "Tage der gesunden Lebensweise" durch. Dabei lernen die Kinder gesunde Lebensmittel kennen, richten selbst ihre Mahlzeiten mit her. Sie können sich aus verschiedenen Angeboten ihre Speisen selbst zusammenstellen.

 

An solchen Tagen rücken aber auch Tragen der Körperhygiene und der ausreichenden Körperbestätigung in den Vordergrund. Einmal wöchentlich gibt es ein organisiertes sportliches Angebot für unsere Kinder. Dabei kommt es uns neben der Entwicklung motorischer Fähigkeiten auch darauf an, den Kindern Möglichkeiten zu zeigen, mit Spaß und Lust ihren Körper zu fordern und auch mal an Grenzen zu bringen.

 

- 5 -

 

7. Eingewöhnung neuer Kinder und die Zusammenarbeit mit den Eltern

 

Die Eingewöhnung neuer Kinder geht ein Elterngespräch voraus. In diesem werden die Eltern mit der Hausordnung und unserer Satzung vertraut gemacht. Wir informieren uns über den Entwicklungsstand des Kindes und besprechen mögliche Maßnahmen, die dem Kind die Eingewöhnungsphase erleichtern können.

 

Hinsichtlich der Dauer und zeitlichen Gestaltung der Eingewöhnung werden die Wünsche der Eltern berücksichtigt. So kann die Zeitdauer eine Woche, vier Wochen oder noch länger sein. Die Eltern können die Einrichtungen gemeinsam mit dem Kind besuchen und später auch zwischendurch hospitieren. Eine vom Kind unbemerkte Beobachtung der Eltern gibt erfahrungsgemäß viel Vertrauen und Beruhigung für die Eltern. Das ist eine Gute Basis für die weitere Zusammenarbeit zwischen Erzieherinnen und Elternhaus.

 

Tägliche Gespräche, Elternabende, sowie Bastelabende sind Bestandteil unsere Zusammenarbeit.

 

8. Unser Team

 

Wir sind sechs Erzieher in unserer Kindereinrichtung. Wichtige Entscheidungen werden gemeinsam in Dienstbesprechungen getroffen.

 

Alle Erzieherinnen fühlen sich gleichermaßen verantwortlich, da in so einer kleinen Einrichtung auch jeder überall einsatzbar sein muß.

 

Ab und zu absolvieren auch Schülerinnen ihr Schulpraktikum bei uns. Das ist oftmals eine Bereicherung in unserer Arbeit, da durch Fragestellungen und Gespräche auch für uns neue Anregungen entstehen.

 

9. Tagesablauf

 

altersgemischte Gruppe:

6.00 Uhr Öffnung der Kindereinrichtung

6.00 - 7.00 Uhr Freispiel

7.00 - 7.15 Uhr Vorbereitung zum Frühstück

7.15 - 7.45 Uhr Frühstück

7.45 - 8.15 Uhr Stuhlkreis, Bewegungs- und Kreisspiele

8.15 - 8.30 Uhr Vorbereitung zur Beschäftigung

8.30 - 9.00 Uhr Beschäftigung

9.00 - 10.30 Uhr Aufenthalt im Freien

10.30 - 11.00 Uhr Vorbereitung zum Mittagessen

11.00 - 11.30 Uhr Mittagessen

11.30 - 12.00 Uhr Vorbereitung zum Mittagsschlaf (mit kleiner Geschichte)

12.00 - 14.00 Uhr Mittagsschlaf

14.00 - 14.30 Uhr Kaffee trinken

14.30 - 17.00 Uhr Freies Spiel, org.Spiele, Basteln

 

10. Kontakt

Hainchen 24
D-07619 Schkölen


Tel.: 036694 22406