Das kleine Dorf unmittelbar an der Landesgrenze zu Sachsen Anhalt erhielt 1924 seine postalische Beifügung auf der Höhe, um Verwechslungen mit dem gleichnamigen Graitschen an der Gleise bei Bürgel zu vermeiden. Der Ort gehört zu den ältesten urkundlich erwähnten Ansiedlungen seiner weiteren Umgebung. Die fast 1000 Jahre alte Originalurkunde mit der Erstnennung des Ortes Grodzane am 21 Juli 1040 wird im Naumburger Domkapitel aufbewahrt. Graitschen lag jahrhunderte lang an der alten Regensburger Straße einer seit dem 13. Jh. Von Regensburg nach Naumburg führenden Handelsstraße. Bei Fuhrleuten, die auf der wichtigen Nord-Süd-Verbindung Waren aller Art transportierten, war der kleine Ort als Schmiededörfchen bekannt, sicherlich weil die Dienste der direkt an der Handelsstrasse liegenden Dorfschmiede oft in Anspruch genommen werden mussten.

 

Auch heute noch hat Graitschen mit Strassengefährten zu tun, allerdings handelt es sich um Benzinkutschen, die in der im Dorf niedergelassenen Autoverwertung fachgerecht entsorgt werden Das Naturdenkmal Trojaburg auch Schwedenhieb oder Schwedenhügel genannt, ist eine von noch zwei erhaltenen Anlagen dieser Art in Deutschland (Steigra an der Unstrut) . Es handelt sich um ein Rasenlabyrinth, bei dem das eigentliche Labyrinth aus dem Rasen ausgestochen ist und dessen Entstehungsgrund und sein Alter bis heute Rätsel aufgeben.