Hainchen liegt östlich von Schkölen , an der Landstraße Schkölen - Eisenberg. Aus Richtung Eisenberg kommend wird das Bild des am Wethau Flüsschen liegenden Dorfes vom dominierenden Giebel der einst riesigen Rittergutsscheune bestimmt. Auch weitere zum ehemaligen Rittergut gehörende Gebäude sind noch in Hainchen zu finden. Kostbar ist die im Jahr 1659 erbaute Kirche, die an der Stelle der baufällig gewordenen gotischen Vorgängerin errichtet worden war. Ihr Chorraum und Ihr Triumphbogen sind gotischer Art, ihre Wände werden von prächtigen Grabplatten einstiger Rittergutbesitzer geziert und aus dem eigenwillig geformten Dachturm ruft ein 600 Jahre alte Glocke die Hainchener und Kämmeritzer zum Gottesdienst. Der kleine wethauaufwärts idyllisch gelegene Ortsteil Kämmeritz ist ein slawisches Rundlingsdorf, älter als Hainchen. In letzter Zeit macht seine einstige Wassermühle, dieHolzmühle von sich reden. Sie wird als kirchlich geführte Nachsorgewohngemeinschaft für ehemalige Suchtkranke genutzt. Eine Besonderheit in der Hainchener Flur ist ein als Bodendenkmal geschütztes Gräberfeld aus der Stein- und Bronzezeit, das mit 46 Grabhügeln als das größte in Osttühringen gilt.