Bis zur Bildung der Einheitsgemeinde hat das kleine Dorf mit den Nachbardörfern Böhlitz, Pratschütz, und Zschorgula einen Gemeindeverband gebildet. Zschorgula war früher das Kirch- und Schuldorf für die vier Dörfer. Heute ist es nur noch ihr Kirchdorf. Seine schöne Kirche wurde in den letzten Jahren umfassend renoviert. Ihr mächtiger Turmschaft zeugt vom ursprünglichen Vorhaben, das Haus mit einem hohen Turm zu versehen. Aber als der Bau 1670 auf den Mauern einer Vorgängerin errichtet worden ist, reichte dann dazu das Geld nicht mehr. So klingt nun seit über drei Jahrhunderten die kleine Glocke von 1391 als eine der ältesten Glocken Thüringens aus dem kleinen Dachreiter über das Land. Sehenswert ist des Ortschronisten Kurt Börner liebevoll gepflegtes Mini- Schulmuseum n seinem ehemaligen Hühnerstall. Nautschütz ist als Geburtsort eines weltweit verehrten Mannes bekannt. Samuel Heinicke, Lehrer und Begründer der Taubstummenlehre, wurde im Jahr 1727 in einer Bauernwirtschaft geboren, die an der Stelle des heutigen Hauses Nr.8 gestanden hat. Ein Schild an dessen Torgebäude weist auf die Geburtsstätte des berühmten Nautschützers hin. Auch ein Gedenkstein in einer gepflegten Grünanlagen der Dorfmitte, 1927 vom Verein der Taubstummenlehrer der ehemaligen Provinz Sachsen gestiftet, erinnert an den Mann der die bis heute übliche Zeichensprache entwickelte und 1778 in Leipzig die erste Taubstummenschule Deutschlands gründete. Im kleinen Abseits vom Trubel der Welt gelegenen Dörfchen Böhlitz sind die uralten knorrigen Lindenbäume sehenswert, die den ehemaligen Dorfplatz einfassen. In Pratschütz ist nahe des Wethau Flüsschens ein altes Steinkreuz mit einem eingemeisselten Dolch zu finden. Es soll vor Jahrhunderten für einen an diese Stelle getöteten Schäfer errichtet worden sein.

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