Geht man abends durch Schkölens Gassen und Strassen und durch die Parkanlagen meint man die alten Gemäuer zu hören, wie sie von Taten und Geschichten erzählen die in keiner Chronik stehen.

 

Im 5 Jh. hatten die Thüringer fortwährende Kämpfe mit den Sachsen zu führen, die sich mit den Franken verbündeten und in der Schlacht bei Burgscheidungen, 531 das Königreich Thüringen zerschlugen. Die Franken kümmerten sich wenig um das Thüringer Ostland und so kam es, dass die eindringenden slawischen Volksstämme der Sorben und Wenden das Land bis zum Ende des 6. Jh. in Besitz nahmen.

 

Im 12. und 13. Jahrhundert wurden in Schkölen die Landdinge für den Ostthüringer Raum abgehalten. Die alte Gerichtslinde befand sich auf dem heutigen Friedhof und wurde in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts gefällt.

 

Schkölens Ortsname könnte dem sorbischen entstammen und bedeutet soviel wie Felsenbett / Steinschlucht oder aber auch Umfriedung . Der Name hat sich im Laufe der Jahrhunderte wie folgt entwickelt : Scolin -> Scuelam-> Zcolin-> Zolani-> Sckköhlen-> Schkölen.

 

In frühen Jahrhunderten fand sich das Töpferhandwerk in hohem Ansehen und 1441 haben Töpfer zum ersten Male ihre Waren nach Naumburg zum Markt geschafft.

 

Näheres über die Wasserburg erfahren Sie hier.

 

Die Gegend um Schkölen war schon in der Stein- und Bronzezeit bewohnt. 

Das bezeugen  die Hügelgräber auf Schkölener Flur, im Lohholz und Dorstewitz.

Einige Gräber wurden im 19 Jh. geöffnet und die Fundstücke bestanden in

Tonurnen  und Steinwerkzeugen verschiedener Art und Form.

Vielleicht gehörten diese Handschuhe

einerRüstung einem Teilnehmer eines 

der Landdinge die in Schkölen abgehalten

wurden .

Ein berühmter Sohn der Stadt war der Dichter Ernst Ortlepp, der am 01.08.1800 in Droyssig geboren wurde, einen großen Teil seiner Jugend aber in Schkölen verbrachte.Immer wieder kehrte er zurück und schrieb einen Teil seiner Werke hier.

 

Samuel Heinicke, der "Erfinder" der Deutschen Methode der Gehörlosenpädagogik ist eine bekannte Persönlichkeit, die hier zu Hause war.

 

Karl Theodor Albert Liebner, luther. Theologe, Philologe und Historiker, geb. 1806 in Schkölen.