In diesem Jahr soll der Radweg Zeitz-Camburg von Utenbach im Burgenlandkreis bis nach Schkölen fortgeführt werden. Die Trasse wechselt mehrfach über die Landesgrenze.

Der Rad- und Wanderweg auf der stillgelegten Bahntrasse Zeitz-Camburg soll noch in diesem Jahr Schkölen erreichen.

Kürzlich habe es in der Festscheune in Sieglitz ein Gespräch über das weitere Vorgehen gegeben, sagte der Bürgermeister der Hopfenstadt Matthias Darnstädt. Demnach ist geplant, dass der Radweg, der von Zeitz aus bereits bis Utenbach ausgebaut ist, bis Oktober über Seidewitz bis an die Straße zwischen Schkölen und Naumburg gebaut wird. Dabei soll hinter Seidewitz der frühere Bahndamm verlassen und der so genannte Eselsweg genutzt werden. "Die Bahntrasse führte durch eine Hohle nach Schkölen, die längst zugeschüttet und durch Landwirtschaft überlagert ist", erklärte Darnstädt.

Das Besondere an diesem Abschnitt des Radweges zwischen Seidewitz und Schkölen ist, dass die Landesgrenze zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt im Zickzack mehrfach den Eselsweg quert. Daher war eine detaillierte Berechnung der Kostenverteilung nötig. Insgesamt ist für diese etwa 1,2 Kilometer lange Strecke eine Investition von rund 126.000 Euro veranschlagt.

Davon entfallen nun 58 Prozent auf Thüringen. Schkölen hat dazu eine 90-prozentige Förderung bei der Thüringer Aufbaubank beantragt. "Den Rest bringen wir als Eigenanteil auf", so Darnstädt. Der Radweg wird aus einer zwei Meter breiten Asphaltdecke mit Frostschutzunterbau bestehen. Zur besseren touristischen Vermarktung erfolgt außerdem eine Beschilderung. "Da wird beispielsweise auf die Wasserburg und den archäologischen Wanderweg hingewiesen", sagte der Bürgermeister.

Im nächsten Jahr ist die Fortführung des Radweges nach Molau geplant. "Dafür wird zunächst die Kreisstraße nach Graitschen genutzt, an der Querung der einstigen Bahnstrecke soll der Radweg wieder auf diese abbiegen", so Darnstädt. "Dort geht er dann durch ein landschaftlich sehr reizvolles Gebiet." Unter anderem wird ein nahes Tal über ein altes Viadukt überquert. Die nötigen Grundstücke seien bereits in Besitz des Fördervereins für den Radweg. Die konkreten Planungen für den Abschnitt laufen noch.

Quelle: Oliver Will auf www.otz.de vom 26.06.2014.